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  • Canon Legria XA10 und Legria HF G10: Ausstattung und Testergebnisse

    25.07.2011, Kommentar schreiben

    Canon Legria XA10

    Foto: Canon

    Nachdem Canon das Mini-DV-Format nun vollständig aufgegeben hat, widmet man sich zunehmend einer besseren Bildqualität. Neben stetig wachsenden Sensoren, sind es vor allem die Prozessoren, die mit stetig wachsenden Bit-Raten immer mehr Bildinformationen, sprich Bilder je Sekunde, verarbeiten sollen. Als Canon im Frühjahr 2011 die Legria aufmöbelte, ging ein Raunen durchs Publikum. Endlich hatte es der Hersteller geschafft, professionelle Ansprüche mit denen aus der Consumer-Gemeinde auf höchstem Niveau zu verbinden. Mit den Modellen Canon Legria XA10 (ab 1799 Euro) und Legria HF G10 (ab 1275 Euro) hat der ambitionierte Video-Freund nun ein abgestuftes Modell zur Hand, das sich je nach Budget und Anspruch nutzen lässt.

    XLR und Infrarot: Der Große Unterschied

    Die Canon Legria XA10 und HF G10 sind technisch weitgehend identisch. Bis auf die Möglichkeit, mit der XA10 sogar Infrarotaufnahmen in weitgehender Dunkelheit aufzeichnen zu können, sind beide Kameras was die Optik, den HD-CMOS-Pro-Prozessor mit 1/3 Zoll Diagonale und die Bedienung angeht, absolut gleich. Den großen Unterschied, auch im Preis, macht der zusätzliche Griff mit 2 XLR-Eingängen, Start/Stopp-Knopf und zusätzlicher Zoomwippe, der mit der Canon XA10 geliefert wird. Ganz wie bei Profi-Cams lassen sich damit zwei hochwertige XLR-Mikrofone (mit Phantomspeisung) anschließen und auch manuell pegeln. Der Handgriff ist zudem mit einem Zubehörschuh, z.B. für ein Kopflicht, ausgestattet. Wer nun an einen Umbau der günstigeren HF G10 denkt, sei gewarnt. Wegen der unterschiedlichen Bauweise kann der Griff nicht an die HF G10 angebracht werden. Immerhin wiegt die HF G10 (ohne Griff) aber nur 545 Gramm, während man bei der XA10 (mit Griff) immerhin schon 780 Gramm in der Hand hält.

    Signalverarbeitung fast auf professionellem Niveau

    Was die Signalverarbeitung angeht, arbeiten beide Kameras fast auf professionellem Niveau. Fast nur deshalb, weil Canon in den Kameras zwar den gleichen Prozessor wie in der professionellen XF100- und XF300-Serie verbaut, die Aufzeichnung im Format MPEG2-4:4:2 aber nicht freischaltet. Statt dessen erlauben beide Camcorder lediglich die Aufzeichnung im Format AVCHD mit 24 Mbit und 4:0:0-Farbauflösung. Dies zeigt, dass diese Kameras ausdrücklich nicht für professionelle Anwendungen gedacht sind, zumal AVCHD für den allgemeinen Bedarf ausreicht. Beide Kameras verfügen über zwei Schächte für SDHC- bzw. SDXC-Speicherkarten und zeichnen Full-HD (1920×1080), HDV (1440×1080) und PAL (720×576) auf.

    Manuelle Steuerung, frei belegbare Tasten

    Wie es sich für Kameras dieser Preisklasse gehört, lassen sich die wichtigsten Parameter, wie Blende, Focus, Weißabgleich, Gain (Signalverstärkung bis min. 24 db) und Shutter (Belichtungszeit), leicht erreichbar über den Touchscreen mit 3,5 Zoll Diagonale steuern. Die wichtigsten Funktionen können zudem auf drei Tasten an der Rückseite gelegt werden. Zur komfortablen Steuerung trägt auch ein Drehregler an der Rückseite bei, mit dem man sich ebenfalls, ohne Touchscreen-Steuerung, durch das Menüs hangeln kann. Ebenfalls positiv zu erwähnen, ist die Möglichkeit sowohl die Zoomgeschwindigkeit an der Wippe, wie auch die Geschwindigkeit am Fokusring variabel einstellen zu können. Auch das sind Features, welche bisher nur an Profi-Mdeollen zu finden sind.

    Große Optik ohne Schwächen

    Die verbaute Optik bietet einen 10-fach optischen Zoom und einen Weitwinkelbereich von 30 mm, womit auch Aufnahmen in engen Räumen möglich sind. Die Verzeichnungen wurden im Test mit „absolut im Rahmen“ umschrieben. SlashCam bestätigt beiden Kameras, bei Messungen im Labor, zudem eine „sehr natürliche Schärfe“ und auch einen „sehr guten Schärfeverlauf“. An der Farbauflösung hatten die Tester demnach „’rein’ gar nichts auszusetzen“.

     
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