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HDR-XR520V: Sony
07.07.2009, Kommentar schreiben
Groß, größer, gigantisch. Die Sony HDR-XR520 ist mit einer 240 GB Festplatte ausgerüstet. Platzmangel ist bei diesem Camcorder also ein Fremdwort. Doch nicht nur die Speicherkapazität ist an dieser Kamera beeindruckend. Auch beim Objektiv und beim Bildsensor hat Sony Hand angelegt. Doch damit nicht genug: Per eingebautem GPS-Modul lassen sich die Foto und Video-Aufnahmen verorten und am heimischen PC auf einer interaktiven Landkarte zuordnen. Die Tester von trustedreviews.com haben sich das neue Spitzenmodell von Sony genauer angesehen und mit der Panasonic HDC-HS300 verglichen. Camcordernews fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen.
Die HDR-XR520 ist mit einem 1/2.9 Zoll CMOS Sensor ausgestattet und arbeitet mit der bis her nur in Profi-Modellen angewendeten Exmor R Technology. Laut Sony soll die neuartige Verkabelung des CMOS-Sensors „eine nahezu doppelt so hohe Empfindlichkeit bei geringerem Rauschen“ ermöglichen. Die Auflösung des Sensors beträgt 6,6 Megapixel, wobei für Videoaufnahmen lediglich 4,15-Megapixel genutzt werden. Als Aufnahmeformat kommt AVCHD mit einer Datenrate bis 16Mbits/sec zum Einsatz. Die Kamera liefert damit zwar Full HD Video mit 1,920 x 1,080 Bildpunkten, jedoch nicht progressiv, also mit Vollbildern. Neben der niedrigeren 1440 x 1080 Auflösung, steht auch ein SD-Aufnahmemodus mit einer Datenrate von 9Mbits/sec im MPEG-2 Format bereit. Bis zu 30 Stunden passen in diesem Fall auf die Festplatte.
Lobend erwähnt wurde die Tatsache, dass die Kamera mit einem optischen Sucher ausgestattet ist, der sich herausziehen und klappen lässt. Das LCD-Display mit einer Diagonale von 3,2 Zoll, zeigt 921,600 Bildpunkte und somit „schärfer als die Displays der meisten Camcorder“. Insgesamt freuten sich die Tester über eine solide Verarbeitung und trauen der Kamera eine lange Lebensdauer zu. Die Tatsache, dass die Kamera ohne Objektivring auskommen muss, wurde im Test nicht als Nachteil beanstandet. Im Gegenteil: Sony hat ähnlich wie auch Canon für den Manuellen Focus ein kleines Drehrad neben dem Objektiv verbaut. Ein Knopfdruck genügt um zwischen „manuell“ und „auto“ zu wechseln. Durch Drehen erfolgt die Feinjustierung.
Die Kamera bietet zwar eine manuelle Belichtungseinstellung, vermisst wurde hingegen die Möglichkeit auch die Belichtungszeit manuell steuern zu können. Damit rückt die Kamera hinter die Möglichkeiten, die die Konkurrenten von Panasonic und Canon bieten. Auch der Zubehörschuh fand bei den Testern nur wenig Zustimmung, da er nicht dem allgemeinen Standard entspricht und Sony hier ein eigenes Zubehör-Süppchen kocht. Das Fazit jedoch ist nicht eindeutig: Die Tester von trustedreviews.com loben die Sony HDR-X520 als der Panasonic HDC-HS300 ebenbürtig. Für die Panasonic sprechen aber der vollwertige Zubehörschuh, der Objektivring und mehr manuelle Einstellmöglichkeiten (wie Belichtungszeit). Die Sony punktet dafür mit schärferen Bildern, vor allem im Lowlightbereich und mit der riesigen 240 GB Festplatte. „If you're a serious hobbyist or semi-pro, the Panasonic should be your first choice. But if you just want to shoot great video and not fiddle with settings too much, Sony's HDR-XR520 is a valid contender.“ so trustedreviews.com. Camcorderinfo.de sieht es ähnlich: "Erfahrene Videofilmer werden wahrscheinlich die fehlenden Blenden- und Verschlusszeiten-Einstellungen oder Fokus-Assist-Werkzeuge bemängeln, während Anfänger leicht durch die vielen Tasten und Untermenüs verschreckt werden könnten."
